Hier laute Partys mit bunter Deko und dort stilles Gedenken bei ruhigem Kerzenlicht – kein anderer Monatswechsel vereint so viele, unterschiedliche Feierlichkeiten wie der Übergang vom Oktober zum November. Und irgendwie dreht sich dabei fast alles um Verstorbene und den Tod. Halloween, Allerheiligen, Allerseelen – und dann noch der Reformationstag. Allerheiligen war in meiner Jugendzeit ein sogenannter „stiller Feiertag“, weshalb es Einschränkungen für öffentliche unterhaltsame Veranstaltungen gab. Wir fanden das damals schrecklich, aber da mußten wir durch. Heute ist es längst nicht mehr so streng, wie zu meiner Jugendzeit. Ein ganz besonderer Ort, den ich gerade zu dieser Zeit gern besuche, ist der alte Friedhof. Seit 1867 gibt es den heutigen alten Evangelische Friedhof. Namhafte Persönlichkeiten sind dort bestattet, und beeindruckend...
Rost trifft auf Gold - Schwere trifft auf Leichtigkeit - Dunkelheit trifft auf Licht Hunderte von goldenen Fäden durchziehen die gesamte Kirche, steigen aus Bodenschalen empor oder fallen von der Empore herab, um wie gebündeltes Licht zu wirken. Vom Altarkreuz aus zieht ein Strahl Goldfäden eine glänzende Spur über den Fußboden und über den Altar hinweg Ein harter Kontrast an den Seitenwänden. Rostige Schaufeln, Schüppen und Spitzhacken lehnen hier wie zurückgelassen an der Wand. Sie erinnern an die Menschen, die in unmittelbarer Nähe während der letzten Monate des Zweiten Weltkriegs unter Tage Zwangsarbeit leisten mussten. Unter unmenschlichen Bedingungen trieben sie Stollen für Hydrieranlagen zur Herstellung von Flugbenzin voran. Ihr Leid zieht lange Schatten in der Geschichte. Die Installation holt ans Licht, was unter Tage war und gibt dieser Erinnerung einen ...